Privatpraxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Krise

Sie oder ein Familienangehöriger/Freund befinden sich in einer Krise und brauchen Unterstützung?
Sie wissen nicht, was Sie jetzt tun sollen…. an wen Sie sich wenden können… was Sie jetzt eigentlich brauchen?

 

Ich habe für Sie einen Leitfaden zusammengestellt, an dem Sie sich entlanghangeln können, Schritt für Schritt.

 

Schritt 1 – Übungen zur Selbsthilfe

Hier habe ich für Sie ein paar Übungen eingestellt, die Ihnen vielleicht helfen können. Probieren Sie eine oder alle aus und schauen Sie, wie es Ihnen damit geht. Werden Sie ruhiger? Können Sie aus den Grübelgedanken aussteigen? Spüren Sie sich wieder?

Wenn es Ihnen hilft, können Sie sich auch vorstellen, dass ich die Übungen anleite.

 

Schritt 2 – Selbstfürsorge

Wenn es Ihnen möglich ist, dann tun Sie Jetzt etwas “Gutes” für sich. Überlegen Sie, was das sein könnte. Ein heißer Tee? Gute Musik? Ein entspannendes Bad? Ein Spaziergang?

Mir hilft, wenn ich es schaffe, aus der Situation rauszukommen. Manchmal braucht es nur eine vermeintliche Kleinigkeit wie aufzustehen und einen Tee zu kochen. Die Position zu verändern und nicht darin zu verharren. Und wenn möglich, nicht in die gleiche Position (auf die Couch, das Bett etc.) zurückzukehren. Vielleicht gehen Sie in einen anderen Raum und machen dort etwas anderes. Es muss nichts großes sein, nichts besonders. Es geht nur darum, den Platz und die Haltung zu verändern.

Vielleicht sind Sie auch eher ein Mensch, der rastlos und wie ein Tiger durch die Wohnung streift. Hier könnte Ihnen eine Körperübung helfen wie z.B. Muskeln anspannen und loslassen. Ballen Sie die Faust und halten Sie die Spannung, dann lassen Sie wieder los. Wenn möglich, spüren Sie nach, wie die Spannung aus der Hand weicht. Dann machen sie es mit der anderen Hand.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Sie sich einen Platz suchen, an dem Sie frei schwingen können. Stellen Sie sich dazu fest auf beide Füße, die ca. hüftbreit geöffnet sein sollten. Schwingen Sie nun mit den Armen nach vorne und nach hinten und gehen dabei leicht in die Knie. Spüren Sie die Bewegung und die Kraft, die darin liegt. Wenn möglich, machen Sie die Übung so lange, bis die Spannung in Ihnen etwas nachlässt. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Bewegung nicht übertreiben und dadurch die Grenzen Ihres Körpers überschreiten.

Und noch eine Idee:

Stellen Sie sich mit etwas Abstand vor eine Wand und legen beide Hände in Schulterhöhe gegen diese. Nun versuchen Sie, die Wand zu verschieben. Stellen Sie sich vor, dass Sie Bärenkräfte haben und die Mauer dort hinschieben können, wo Sie wollen. Wichtig ist, dass es eine feststehende und stabile Mauer ist. Eine Wand aus Rigips hält Ihrer Kraft vielleicht nicht stand.

Mir hilft es immer wieder, wenn ich in einer solchen Situation durch die Wohnung laufe (tigere) und dabei telefoniere. So kann der innere Stress sowohl durch die Bewegung als auch durch das Benennen und Kommunizieren über die Situation verändert werden.

 

Schritt 3 – Sich Unterstützung holen

Es gibt Zeiten, da braucht es die Unterstützung von anderen, da schaffen wir es nicht alleine. Und wir müssen es auch nicht alleine schaffen.

Vielleicht haben auch Sie im Kopf, dass

– Sie sich nicht zumuten dürfen
– Sie andere nicht stören wollen
– Sie nicht aufdringlich sein wollen
– Ihre Freunde sowieso keine Zeit haben
– es eigentlich gar nicht wichtig ist und Sie selbst nicht verstehen, warum Sie gerade so drauf sind
– Sie sich doch nur ein wenig zusammenreißen müssten, damit es Ihnen besser geht
– etc.

Denken Sie das denn auch bei Anderen? Was wünschen Sie sich für Freunde, denen es schlecht geht? Dass diese alles mit sich alleine ausmachen? Oder wünschen Sie Ihren Freunden, dass sie sich Unterstützung holen ?!

Und das dürfen Sie auch!
 
Also, überlegen Sie sich, wen Sie anrufen können. Vielleicht hilft es Ihnen, sich in besseren Zeiten eine Liste zu erstellen, wen Sie im Notfall anrufen können. Und geben Sie nicht auf, wenn die erste Person nicht ans Telefon geht. Vielleicht ist der nächste da oder der übernächste und vielleicht auch erst in einer viertel Stunde. Oder Sie können einem Freund/einer Freundin eine Mail schicken und sie bitten, dass Sie sich bei Ihnen meldet. Per Sms geht das auch.

 

Schritt 4 – Nichts geht mehr

Wenn Sie gar nicht mehr wissen, wie Sie sich oder einem Anderen helfen können, habe ich Ihnen hier einen Notfallplan erstellt. Scheuen Sie sich nicht und nutzen ihn. Manchmal kann das Leben so schwer sein, dass es professioneller Hilfe bedarf.

* Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder rufen ihn an!

* Wählen Sie die 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 um die Telefonseelsorge/n zu erreichen
   (anonym, kostenlos, zu jeder Tags- und Nachtzeit)
 
* Im Raum Aschaffenburg haben Sie die Möglichkeit, sich an die psychiatrische Krisenintervention
   oder Institutsambulanz am  Rosensee (Tel: 06021 902-0) in Aschaffenburg zu wenden.
 
* Frauen in Not können sich an das Frauenhaus, Telefon: 06021/24455
   oder das
   Selbsthilfe- und Beratungszentrum  für Frauen in Aschaffenburg Sefra , Telefon: 06021/ 24728
   wenden.
 
* Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ kostenlose Beratung von Mo – Fr , 15 – 19 Uhr
   unter der Telefonnummer: 0800 – 111 0 333
 
* Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren steht Ihnen im Notfall die Klinik für Psychiatrie und
   Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters zur Verfügung.
   An Werktagen über das Ambulanzsekretariat
   Telefon: 06021 / 32-3851
   Nachts, an Wochenenden und Feiertagen über die Zentrale Information
   Telefon: 06021 / 32-0
 
                                                                                                                                                                                                                                    

 

Bei Selbst- oder Fremdgefährdung insbesondere bei Suizidgefahr 

zögern Sie nicht und rufen den Rettungsdienst (112) oder die Polizei.

Krise

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Kontaktdaten

Micaela Racky
Psychotherapie zu Hause

Handy:
0152-27459163
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